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Über mich

Mein Name ist Andreas Ropin. 

Ich wurde am 24. November 1978 in Bruck an der Mur geboren. Gemeinsam mit meinen Eltern und meinem jüngeren Bruder Alexander durfte ich in Schirmitz bei Kapfenberg eine Kindheit erleben, die sich bis heute wie ein warmer, sicherer Ort in meinem Herzen anfühlt.

Nach neun Jahren Pflichtschule begann ich meine Lehre zum Stahlbauschlosser bei der Firma Lenhardt. Ich war viel auf Montage unterwegs – und irgendwo zwischen harter Arbeit, langen Tagen und dem Gefühl, funktionieren zu müssen, schlich sich etwas in mein Leben, das ich viel zu spät erkannte: Alkohol.

Anfangs wirkte er wie Begleitung, später wie Gewohnheit – und irgendwann wie eine Kette. Ich merkte nicht, wann es kippte. Nur, dass ich ohne ihn immer weniger auskam. Das Rauchen ließ mich ebenso nicht los: 50 bis 60 Zigaretten am Tag – als würde ich Atemzug für Atemzug gegen mich selbst ankämpfen. Mit der Zeit wurde Arbeitslosigkeit zum ständigen Schatten. Ich versuchte mich mit einem Putzjob in einem Pub über Wasser zu halten – irgendwie durchkommen, irgendwie den nächsten Tag schaffen.

Im Alter von 25 Jahren erreichte meine Alkoholsucht ihren traurigen Höhepunkt. Ich war täglich betrunken. Keine Arbeit, kein Geld, kein Halt. Selbst Strom gab es nur, wenn ich ihn über einen Münzzähler “freischalten” konnte. Das war nicht einfach nur Armut – es war ein Leben, das immer kleiner wurde, bis kaum noch etwas übrig blieb.

Nach einem Jahr startete ich meinen ersten Versuch, dem Alkohol den Rücken zu kehren. Sechs Wochen hielt ich durch – dann zog mich der alte Trott zurück, als hätte er nie aufgehört, auf mich zu warten. Auch mein Vater trank. Eines Tages sagte er mir, er gehe zu einer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker. Dieser Satz traf mich – nicht hart, sondern tief. Es war das erste Mal, dass ich spürte: Da gibt es vielleicht einen Weg hinaus.

Und so fasste ich einen Entschluss, der alles verändern sollte: Ich ging gemeinsam mit ihm in diese Gruppe. Der Tag, an dem ich trocken wurde, hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt wie ein Datum, das man nie wieder vergisst: der 07. Februar 2007. Ich war 28 Jahre alt – und für mich begann ein neues Leben.

Fünf Wochen später wagte ich den nächsten Schritt und hörte auch mit dem Rauchen auf. Zwei Abschiede, die sich wie Kämpfe anfühlten – und gleichzeitig wie Befreiung. Doch ich musste etwas finden, das mich trägt. Etwas, das mich nicht zerstört, sondern aufbaut.

Nach einem halben Jahr besorgte ich mir ein Mountainbike und fuhr meine ersten Touren. Meine erste große Fahrt führte mich von Bruck an der Mur nach Feldbach – zu meinem Bruder. Diese Strecke war mehr als nur Kilometer: Sie war ein Beweis. Ein leiser, aber mächtiger Beweis, dass ich wieder vorwärtskomme. Von da an saß ich fast täglich am Rad. Bald kam auch das Berggehen dazu. Aus Gehen wurde Berglaufen. Und aus Berglaufen wurde eine wachsende Leidenschaft. Die Freude am Sport wurde größer – und mit ihr das Gefühl, dass mein Leben wieder mir gehört.

Meine Zeit als Extremsportler begann mit meiner ersten großen Challenge im Jahr 2011. Ich schaffte es, das Brucker Rennfeld innerhalb von 24 Stunden achtmal hinaufzulaufen. Diese Herausforderung war für mich wie ein Schlussstrich unter ein Kapitel, das mich fast verschlungen hätte. Endlich konnte ich mein früheres Leben abschließen. Ab diesem Zeitpunkt begann ich immer mehr zu laufen und mein Training konsequent zu steigern.

Mit jedem harten Trainingstag, mit jedem Schritt bergauf wuchs nicht nur meine Ausdauer – sondern auch mein Mut. Und so konnte ich Jahr für Jahr neue, große Herausforderungen annehmen. Nicht, weil es leicht war. Sondern weil ich gelernt hatte, dass ich stärker bin, als ich je geglaubt habe.

„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg!“

Andreas "Rambo" Ropin

Wa sagt man dazu

Anlässlich zu meinem 15.ten Geburtstag meiner Trockenheit ein lässiger Zeitungsbericht von der Kleinen Zeitung geschrieben von Marco Mitterböck.